»Zu wissen und nicht zu wissen, sich des vollständigen Vertrauens bewusst zu sein, während man sorgfältig konstruierte Lügen erzählte. Gleichzeitig zwei einander ausschließende Meinungen aufrechtzuerhalten. Zu wissen, dass sie einander widersprachen und an beide zu glauben. Die Logik gegen die Logik ins Feld zu führen, die Moral zu verwerfen, während man sie für sich in Anspruch nahm.«
08.11.2025
Oper Magdeburg

10.01.2026
Staatstheater Kassel

09.05.2026
Bürgerhaus Roetgen

21.11.2026
Kultur am Schachtweg - Hallenbad Wolfsburg

21.03.2027
Kupfersaal Leipzig

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2027

21.03.2027
Kupfersaal Leipzig


2026

10.01.2026
Staatstheater Kassel

09.05.2026
Bürgerhaus Roetgen

21.11.2026
Kultur am Schachtweg - Hallenbad Wolfsburg


2025

Oper Magdeburg (Premiere)

Vier Jahre nach seinem Bestseller »Animal Farm« landete George Orwell 1948 erneut einen Hit: »1984« spielt in einer Welt, in der ein totalitärer Überwachungsstaat das Leben der Menschen bis ins Letzte bestimmt und die Wahrheit beliebig definiert werden kann.

Was Orwell noch als bedrohliche Dystopie verstand, ist heute in Teilen Realität geworden: Sein "Doppeldenk" ist seit Trumps "alternative facts" gewissermaßen salonfähig.

Schauspieler Sylvester Groth und Musiker Stefan Weinzierl nehmen sich dem bedrückend aktuellen Text Orwells an und inszenieren eine ergreifende Konzertlesung, die in eine Zeit von Fake News und Populismus nicht besser passen könnte.


hr2 am 22. Mai 2026

Sylvester Groth ist ein Meister der Interpretation, der mit kleinen Veränderung der Tonlage oder der Geschwindigkeit, der Lautstärke und der Pausensetzung, Stimmungen hervorrufen kann. Die Kompositionen von Stefan Weinzierl gehen sehr sensibel darauf ein - sie unterstützen und konterkarieren, es entsteht ein Dialog von Stimme und Musik [...] Die Musik fungiert hier nicht als Trenner zwischen den einzelnen Kapiteln, sondern Lesung und Musik korrespondieren miteinander, gehen eng aufeinander ein [...] Die Produktion soll den Roman nicht ersetzen, sondern ihn uns auf eine neue Art nahe bringen.


Deutschlandfunk Kultur am 15. Juni 2026

Mit 90 Minuten ist der Roman auf Spielfilmlänge reduziert und tatsächlich hat diese Konzertlesung auch etwas von einem Film: der Schauspieler Sylvester Groth findet mit seiner rauchigen Stimme eine überzeugende Balance zwischen Bedrohung und Revolution. Im Zusammenspiel mit der nüchtern, reduzierten Sprache von George Orwell erzeugt das Gänsehautmomente [...] Die perkussiven Kompositionen illustieren mit atmosphärischen Zwischenspielen. Manche Szenen untermalt der Musiker Stefan Weinzierl dabei mit rhythmischen Sequenzen. Die hypnotisierenden Soundscapes sind wohldosiert, erzeugen Spannung und geben der Geschichte eine bewegende Tiefe.
Sylvester Groth (c) Hans Ludwig Boehme
Sylvester Groth wurde 1982 in der DDR durch seine Darstellung des jungen Mark Niebuhr in Frank Beyers »Der Aufenthalt« bekannt. Er spielte an allen wesentlichen deutschsprachigen Theatern unter renommierten Regisseuren wie Peter Zadek, Klaus-Michael Grüber und Robert Wilson. Er stand als Don Carlos, Trofimow, Zucco, Tempelherr und Hamlet auf den Bühnen.

Zu seinen wichtigsten Fernseharbeiten zählen »Reise nach Weimar« (D. Graf), »Romeo« (H. Huntgeburth), »Jenseits« (M. Färberböck), »Der Verleger« (B. Böhlich) und »Oswalt Kolle« (S. Zanke). In den letzten Jahren fiel Sylvester Groth vor allem durch künstlerisch hervorragende Fernsehfilme auf. Durch seine hochgelobte Darstellung des Goebbels in Dani Levys »Mein Führer« sorgte er aber auch auf der Leinwand für große Aufmerksamkeit.

Sylvester Groths künstlerische Leistungen wurden u.a. mit dem Grimme-Preis für »Romeo« und der Goldenen Kamera als Mitglied des Schauspielerensembles von »Das Wunder von Langede« gewürdigt. Im Mai 2007 erhielt er den Preis des Verbandes der Deutschen Kritiker in der Kategorie Film. Im Januar 2010 wurde er für seine "Oustanding Performence by a Cast in a Motion Picture" in »Inglorious Basterds« von der Screen Actors Guild geehrt. Der ZDF-Dreiteiler »Unsere Mütter, unsere Väter« war 2011 die erste Zusammenarbeit von Sylvester Groth mit dem Regisseur Philipp Kadelbach, die mit »Nackt unter Wölfen« weitergeführt wurde.
Im Kinofilm »In Zeiten des abnehmenden Lichts« von Matti Geschonneck spielte er neben Bruno Ganz die Hauptrolle. Der Film erlebte seine Premiere 2016 auf der Berlinale. Er gestaltete eine der Hauptfiguren in »Deutschland 83, 86 und 89«.

Groth gehört seit auch Jahren zu den gefragtesten Hörbuch- und Hörspielinterpreten. Jüngst stand er für Audibles Großproduktion Marvel's Wastelanders als Doom vor dem Mikrofon.
Die Musik von Stefan Weinzierl passt in keine Schublade - genauso wenig wie sein Instrumentarium. Ob mit großem Orchesterschlagwerk oder kleinen Effektinstrumenten – mit dem einzigartigen Klangspektrum seiner facettenreichen Schlaginstrumente entwickelt der Schlagzeuger und Multi-Perkussionist (Masterstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg) Hörwelten für energiegeladene Bühnenproduktionen und schlägt dabei gern den Bogen zu Literatur oder Schauspiel.

In seinen Produktionen arbeitet er mit Deutschlands erster Schauspielgarde zusammen, u.a. mit Devid Striesow, Claudia Michelsen, Dietmar Bär, ChrisTine Urspruch, Mark Waschke und Andreas Pietschmann und folgte u.a. Einladungen der Internationalen Maifestspiele Wiesbaden, der Ruhrfestspiele Recklinghausen, des Schleswig-Holstein Musik Festivals, der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, der Maifestspiele Wiesbaden, der Nibelungen Festspiele Worms, der Elbphilharmonie Konzerte, der San Francisco Symphony, des Festival musica Strasbourg und zahlreicher deutscher Theater (Deutsches Schauspielhaus und Ernst-Deutsch-Theater Hamburg, Opern Magdeburg, Wuppertal und Bonn, Theater Baden-Baden, Freiburg, Lübeck und Osnabrück, Landestheater Detmold, Staatstheater Hannover, Oldenburg und Regensburg, Robert-Schumann-Saal Düsseldorf.)

Im eigenen Tonstudio entwickelt und produziert er regelmäßig Musik für Bühnenwerke, Hörbücher und Dokumentationen.

Stefan Weinzierl ist Preisträger der Guthman Musical Instrument Competition Atlanta 2011 und Endorser des niederländischen Schlagwerkherstellers ADAMS.

Mit einer Spieldauer von 93 Minuten ist die Konzertlesung als Hörbuch im Buchfunk Verlag erschienen und als Download und im Streaming erhältlich bei:

Audible
Bookbeat
Thalia
Hugendubel
orellfüssli
spotify
storytel
Buchungsanfragen an:
www.kulturmanagement-hamburg.com
info(at)kulturmanagement-hamburg.com


Foto-Credits:

Sylvester Groth
© Pascal Bünning, Hans Ludwig Boehme


Stefan Weinzierl
© Martin Lukas Kim